Ostseebad Göhren

 Göhren ist ein altes Fischer- und Lotsendorf auf der Halbinsel Mönchgut. Es liegt direkt an der Ostsee und besteht schon seit dem Jahr 1165. Wie viele andere Orte auf der Insel war auch Göhren ein Teil vom Fürstentum Rügen und gehörte dann später zum Schwedisch-Pommern. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Göhren zu einem bedeutendem Ferienort. Und trägt seit dem Jahr 1878 den Titel "Seebad". Allerdings wurde dieser Titel erstmals nur von den Bewohnern benutzt.

1885 wohnten nur 245 Menschen dort, bis sich eine kaiserliche Hofdame namens Adeline Gräfin von Schimmelmann dazu entschied das weltweit erste Seemannsheim zu gründen. Mit dem Bau der Schmalspurbahn wurde Göhren wirklich zum Seebad, da der touristische Aufschwung kam.

In der DDR wurde Göhren dann noch weiter ausgebaut, es wurden einfache Holzunterkünfte für die Urlauber errichtet, sogenannte Urlaubsdörfer. 1965 wurde im Dünenwald in Richtung Baabe ein Campingplatz angelegt, der heute von der Regenbogen AG betrieben wird. Einige Jahre nach dem errichten dieser Dörfer und dem Campingplatz hatte Göhren eine Einwohnerzahl von gerade einmal 1800 Personen. Aber die Betten die für Urlaubsgäste zur verfügung standen war mehr als doppelt so hoch. Diese wurden damals vom FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) verwaltet. Dadurch stieg natürlich die Gästeanzahl enorm an. Es waren im Schnitt 70000 Gäste im Jahr. Noch heute ist Göhren ein gut besuchter Ort.