Seedorf

Seedorf liegt südlich von Neuensien. Beide Orte sind durch eine Strasse miteinander verbunden. Diese endet allerdings in Seedorf und von dort aus geht es dann nur noch mit dem Rad oder zu Fuß weiter.

Der Ort selbst stellt einen Naturhafen dar, der durch zutun von Friedrich zu Putbus entstehen konnte. Er ließ dort 1782 ein Schiff von Jakob Jantzen Lundberg bauen. Sein Sohn Wilhelm Malte zu Putbus entschied dann um das Jahr 1809 das sich an dieser Stelle nur Fischer und Schiffern ansiedeln sollten. 1812 wurde Seedorf das erste mal im Taufregister der Kirche in Lancken-Granitz erwähnt. 

In der Zeit der Napoleonischen Kriege, nutze die Schwedische Flotte Seedorf zur Abwicklung von Truppen- und Provianttransporte.

Danach wurde ein Bollwerk errichtet der das Be- und Entladen der Schiffe und Boote erleichtern sollte. In dessen Folge wurde dann auch eine Hafensteuer eingeführt. Mit diesen Einnahmen und dem immer beliebter werdenden Badeurlaub hier auf Rügen, fand Seedorf 1885 einen Aufschwung. 

Ab dem Jahre 1885 war der Hafen regelmäßige Station des Dampfschiffes "Hebe". Dieses Schiff fuhr von Lauterbach zum Mönchgut. Wodurch die Badegäste über Seedorf ihr Ziel erreichen konnten. Als die Badeorte dann wuchsen und immer mehr Hotels gebaut wurden, wurde über Seedorf das Baumaterial mit Hilfe von Frachtkähnen abgewickelt.

1861 wurden dann zwei Werften gegründet, von denen eine nur drei Jahre bestand. Doch Die Werft von Joachim Christian Krüger bestand bis 1912. Jedoch hatte auch sie zu kämpfen als die ersten eisernen Dampfschiffe entstanden. In dieser Zeit kaufte dann Moritz Koldevitz die Werft. 

Und somit verschob sich die Tätigkeit der Werft hin zum Baubetrieb und Sägewerk.  Dennoch wurden weiter Schiffe gebaut, das Letzte war die Galeasse 1925.

Jahre zuvor 1906, wurde eine Brücke für Radfahrer und Fußgänger über den Lanckener Bek gebaut über die man noch heute von Preetz kommenend, Seedorf erreichen kann.