Ostseebad Thiessow

Das Ostseebad Thiessow befindet sich auf der Halbinsel Mönchgut und ist der südlichste Zipfel der Insel. Man könnte ihn auch als Endpunkt bezeichnen. 

Urkundlich erwähnt wurde Thiessow zum ersten mal im Jahr 1360. Damals noch unter dem Namen Tisowe. Diese Erwähnung erfolgte in einer Kaufurkunde von den Mönchen des Klosters Eldena, diese hatten den südlichen Teil der Halbinsel gekauft. Daher leitet sich auch der Name Mönchgut ab. 

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort dann komplett zerstört. Mit dem Westfälischen Frieden im Jahr 1648 wurde Thiessow ein Teil von Schwedisch-Pommern. Zu beginn des 18. Jahrhundert errichteten die Schweden Schanzen zum Schutz der Fahrrinne vom Greifswalder Bodden zum Strelasund. Entlang der Nehrung von Thiessow sollen es laut preußischer Überlieferung sieben Schanzen gewesen sein. Heute ist von ihnen fast nichts mehr zu sehen. Nur beim Lotsenberg sind noch Überreste auszumachen. 

1854 erbaute die preußische Regierung auf eben jenem Lotsenberg eine Lotsenwache für Stralsund. 1909 wurde der Lotsenturm in Betrieb genommen, verfiel allerdings bis zum Jahr 1977. Ende der 1990er Jahre wurde dann ein neuer Lotsenturm nach alten Abbildungen erbaut, dieser konnte dann 2003 der Öffentlichkeit übergeben werden und ist heute noch ein Teil von Thiessow. 

Der Blick reicht vom Turm ungehindert nach Göhren, der Greifswalder Insel Oie und auch nach Groß Zicker und zum Festland.