Spyker und sein Schloß

Zum Ort Spyker zählt eigentlich nicht viel. Es gibt ein paar Häuser und das Schloß. Das Schloß Spyker entflammt in einem Rot das man es schon von Ferne sehen könnte, zumindest ist dies im Winter so. Im Sommer stehen die Bäume des Schloßparkes in so dichter Blüte, das man sich zum Schloß hin bewegen muss um es zu sehen.

Erstmalige Erwähnung fand Spyker im Jahre 1318. Zum damaligen Zeitpunkt war es im Besitz der Familie von Külpen. Die genannte Familie stammte aus Stralsund und ihre Tochter ehelichte einen Mann aus dem Hause Jasmund. So entstand der Zweig Spyker, der allerdings bis 1648 kinderlos blieb.

Danach kam es in den Besitz der Königin Christine von Schweden, sie gab es Carl Gustav Wrangel, für seine Dienste in der schwedischen Armee. Carl Gustav Wrangel war dort der Feldmarschall und später Generalgouverneur. Er ließ es 1650 in ein Renaissanceschloss umgestalten und in dem heute noch bekannten Rot streichen. Dies war für Rügen untypisch.

Nach dem Ableben des Generalgouverneurs Wrangel, gelangte es in die Hand seiner Tochter Eleonore-Sophia. Sie war die Frau an der Seite des Herrn zu Putbus. Als auch sie starb (1687), kam das Schloß in den Bestiz des schwedischen Geschlechts Brahes.

Dort war es bis zu Besetzung durch napoleonischen Truppen 1806/07. Zur damaligen Zeit nutzte es dann der französische Gouverneur.

Bis es schließlich in den Besitz von Malte zu Putbus gelangte und dort bis zum Krieg 1945 verblieb. Danach war das Schloß dem Verfall überlassen, bis es ab 1990 als Hotel genutzt wurde. Und in Folge dessen aufwändig restauriert wurde. Jetzt gibt es dort 32 Gästezimmer in bester Lage.