Wiek

Wiek wurde 1165 erstmals unter dem Namen Vikr urkundlich genannt. Man sprach zu der Zeit auch von einem slawischen Burgwall. Um 1168 wurde Wiek chirstianisiert. Danach siedelten immer mehr Deutsche in Wiek an und verdrängten die slawische Bevölkerung. Um 1314 und 1318 wurde dann Medove erwähnt, was so viel bedeutet wie Honigwiese. Dieser Name verleitet dazu anzunehmen das es dort eine Honigbienenwirtschaft gegeben haben könnte. Wodurch wohl ein gewisser Aufschwung in Wiek statt fand.

Denn um 1314 ist belegt das es in Wiek schon eine hohe Einwohnerzahl gegeben hat. Um 1400 wurde dann mit dem Bau einer Kirche begonnen, da immer mehr Menschen den Glauben zu Gott gefunden hatten. 

Auch der soziale Zusammenhalt war damals schon stark ausgeprägt, denn 1421 wurde eine Elendbruderschaft gegründet. Ein paar Jahre später trieben dann die Vitalienbrüder unter Klaus Störtebeker in der Gegend ihr unwesen.

Als der Dreißigjährige Krieg ausbrach, musste Wiek wie die gesamte Insel leiden. Allerdings hat sich der Ort unter der Belagerung der Schweden besser erholt als überall sonst. 1806 wurde dann die Leibeigenschaft vom schwedischen König aufgehoben.

Danach gehörte Wiek zum Landkreis Rügen.

Um 1872 musste der Ort wieder mit einer Belagerung der anderen Art fertig werden. Es standen mehrere Teile von Wiek unter Wasser durch ein großes Sturmhochwasser. In Folge dessen wurde ein Friedhof auf dem alten Slawenwall errichtet. Dieser Wall stammt aus dem 11 und 12 Jahrhundert und wird Borgwall genannt. 

Mit dem Bau der Kleinbahn und dem Hafen, kam die nötige mobilität nach Wiek. Somit konnte auch die Kreide von den Kreidebrüchen beim Kap Arkona abtransportiert werden. Und die örtlichen Fischer provitierten ebenfalls davon. 

In der Zeit des Krieges, so wohl Ersten als auch Zweiten, spürten die Menschen wieder einmal die Not die so etwas mit sich bringt. Einziger Lichblick war, das die Rote Armee ohne Kampf Wiek einnehmen konnte.